“Automobile” – das Brettspiel

© pdesign - Fotolia.com

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Für Freunde des Automobils wurde jetzt ein Spiel entwickelt, in welchem sie sich auf spielerische Weise mit der Geschichte des amerikanischen Autos seit Erfindung des Motors beschäftigen und weiterbilden können. Es geht also um all die schönen Autos, die sonst nur in Automobilmuseen bewundert werden können aus den Jahren zwischen 1896 und 1930. Hierbei stehen 26 Modelle zur Verfügung. Ziel ist es die Entwicklung, Produktion und Vermarktung zu simulieren, um am Ende wie ein echter Hersteller von Automobilen, einen guten Absatz als Autohersteller zu machen. Hierbei führt den kundigen Autoliebhaber das Spiel durch alle Entwicklungsstufen, mit einem Blick auf Angebot und Nachfrage. Es gilt also auch das eigene wirtschaftliche Talent unter Beweis zu stellen, wenn man am Ende als Sieger aus dem Spiel gehen will.

Eng verbunden ist dieses System mit Entwicklungs- und Baukosten, welche in den Büros und Fabriken entstehen, soviel Vermarktungsstrategien, um das Produkt ideal in die Gesellschaft zu lancieren. Sogar engere Kundenbezüge finden in diesem raffiniert ausgetüftleten Spiel ihre Bedeutung, wenn es darum geht Kundenrabatte einzuräumen. Dadurch, dass in vier Runden zu je neun Phasen die unterschiedlichen Bereiche der Autoproduktion und Vermarktung berücksichtigt werden, kann sehr detailliert auf jeden einzelnen Aspekt eingegangen werden, was das Spiel zu einem echten Vergnügen macht. Mit allerlei Sonderaspekten, kann der Spieler eine eigene Persönlichkeit annehmen und entsprechend seiner eigenen Vorstellung den Spielverlauf beeinflussen. So muss er sich in der Geschäftsführung, wie im Verkauf geschickt anstellen, um am Ende vor guten Verkaufszahlen zu stehen und die Verlustrechnung möglichst gering zu halten.

Gastautor Mathilde Zornmann


Gute Brettspiele – Eine Auswahl

© Patrizia Tilly - Fotolia.com

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Hier eine kleine Übersicht an neu erschienen Brettspielen. Ob Spielfreak oder Otto-Normal-Verbraucher, ob Stratege, Kriminalist oder Comedian – hier ist für jeden das Richtige dabei!

Bei “7 Wonders” im Verlag Repos wird in 30 Minuten eine antike Welt voller Monumente errichtet. Für 40 Euro können drei bis sieben Spieler ab zehn Jahren ihr Bestes geben, denn die Auswahl der richtigen Karte fällt alles andere als leicht: Es gibt Rohstoffe, Luxusgüter und Handelsgebäude, die zum Bau größerer Bauwerke benötigt werden. Militärkarten sorgen für kleine Gefeche und auch Religion, Wissenschaft und Kapitalismus kommen zum Zuge. Ein Spiel, das so kompliziert sein kann, wie man mag.

Wer es etwas hektischer mag, sollte eine Runde “Uluru” spielen. Erschienen im Kosmos Verlag für gut 30 Euro, stehen bei diesem Brettspiel acht Vögel im Mittelpunkt. Diese haben alle besondere Wünsche, was ihre Position angeht: Der gelbe möchte nicht neben dem blauen sitzen, der blaue will ganz links hocken und der rote in der Mitte, aber nicht neben gelb. Unter dem Zeitdruck einer Sanduhr und einer halben Stunde müssen die Vögel richtig angeordnet werden. Auch hier gilt wieder: Wer es kompliziert mag, wählt besonders schwere Positionen, wer hingegen einfach etwas spielen will, sollte mit den einfachsten Karten beginnen.

Optisch ansprechend und ein richtiger Glücksgriff für den Nachwuchs ab vier Jahren ist “Da ist der Wurm drin” im Zoch Verlag. Bis zu vier Spieler können hier einen Wurm durch den Spielplan führen, der aus zwei Ebenen besteht. Der Clou: Durch die Ebenen kann nicht immer gesehen, wer vorn liegt. Wer das Rennen macht, zeigt sich also erst ganz am Ende. Für 25 Euro gibt es den hübschen, etwa 15-minütigen Spielspaß.


Empfehlung: Asara – das Land der 1000 Türme

Spieleabend  Kzenon - Fotolia.com

Spieleabend Kzenon - Fotolia.com

In Zeiten von Spielekonsolen und Computerspielen fällt es sicherlich schwer, sich wieder einmal auf Gewohntes und Altes zu beziehen und mal wieder ein Spiel auf dem Brett durchzugehen und zu spielen. Damals waren Spieleabende noch gängige Gewohnheit und immer wiederkehrende Praxis – Wochenende für Wochenende. Damals, da bettelten die Kinder ihre Eltern um noch eine Runde “Mensch ärgere dich nicht…”. Wehmütig lenkten die Eltern auch noch nach der fünften Runde ein. Heutzutage müssen Eltern wahrscheinlich ihren Kindern hinterher rennen, damit sie sich mit ihnen an den Tisch setzen und ein Brettspiel spielen. Ravensburger, der berühmte Spielehersteller, hat nun ein neues Spiel entwickelt, bei dem die Kinder vielleicht bald gar nicht mehr so von ihren Eltern gedrängelt werden müssen, denn das Spiel “Das Land der 1000 Türme” warten mit einem Storyboard auf seine Spieler, so dass es nicht schwer fällt, einem Spiel zuzusagen.

Im Spiel ist der Spieler der Baumeister, der versucht so viele Türme aufzubauen wie nur möglich. Diese müssen sehr schön sein, damit man mit dem zugetragenen Prestige das Spiel gewinnen kann. Ein bisschen funktioniert das Spiel wie Monopoly. Jeder Turm muss dabei aus einer Basis und einer Spitze bestehen, wobei der Turm nur einfarbig aufgebaut sein darf. Von Bestechungen bis hin zur Bank bietet das Spiel alles aus dem echten Leben als Baumeister mit einem mystischen Kontext. Nachdem vier Durchgänge gespielt worden sind, ist das Spiel beendet und der Spieler, der die höchsten und die meisten Türme hat, gewinnt den Turmvergleich. Hat ein Spieler dann auch noch so genannte “Asari”, das Spielgeld, gesammelt, bekommt er zusätzlich noch Punkte. Der Spieler mit dem meisten Punkten gewinnt am Ende.


Das Spiel Sagaland damals und heute

© Patrizia Tilly - Fotolia.com

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Spiel des Jahres 1982: Sagaland! Die Jury wusste schon vor 25 Jahren, warum sie Sagaland zum Sieger wählten. Mit mehr als drei Millionen verkaufter Exemplaren, gehört das Spiel zu den Absatzstärksten von Ravensburger und wurde auch dadurch 2007 neu aufgelegt, um ein breiteres sowie jüngeres Publikum anzusprechen.

Sagaland ist ein Laufspiel für 2 bis 6 Spieler, beim dem es vor allem auf taktisches Geschick ankommt. Die Spieler beginnen das Brettspiel von einem Dorf aus am Rande des Märchenwaldes und müssen nach 13 Gegenständen aus Märchen Ausschau halten, die sich unter Bäumen befinden. Findet ein Spieler einen gesuchten Gegenstand muss er zum Schloss des Königs gelangen, eine entsprechende Karte als Belohnung zu bekommen. Hat ein Spieler drei Karten gesammelt, gewinnt er diese Runde und wird zum Thronfolger ernannt. Mit zwei Würfeln wird die jeweilige Zugreichweite ermittelt. Während des Spiels können sich die Spieler gegeneinander das Leben schwer machen und die angestrebte Thronfolge verhindern bzw. verzögern. So kann man einen Spieler durch Hinausschmeißen auf dem Weg zum König abfangen und so ins Dorf zurückzuschicken. Außerdem ist durch Würfeln eines Paschs ein “Wegzaubern” einer Karte möglich, wodurch plötzlich ein neuer Gegenstand zu suchen ist. Ein Mix aus Gedächtnis- und Strategiespiel macht es für Kindern und Erwachsene interessant.

Als das Spiel 1981 auf den Markt kam, war noch nicht abzusehen, wie erfolgreich es einmal werden würde. So wurde es damals nur auf Platz 8 der Bestenliste gehandelt. Dass Sagaland im Jahr darauf dennoch zum Spiel des Jahres 1982 gewählt wurde, war eine große Überraschung. Heute gibt man der Entscheidung der Jury mehr als Recht. Auch aktuell gehört das Spiel zu einer festen Größe bei Ravensburger, die mit Sagaland die neue Reihe “Unsere besten Familienspiele” eröffneten.


Preisverleihung: Das Spiel des Jahres 2011

Gewinner © electriceye - Fotolia.com

Gewinner © electriceye - Fotolia.com

Die Weihnachtszeit soll meist ganz dem Kreis der Familie gewidmet sein und so wird, um die besinnliche Abendstimmung durch nichts ermüden zu lassen, gern das ein oder andere Spiel zu einem Geschenk gemacht. Damit der alljährliche Trubel an Heiligabend und die über das Jahr gesammelten Spannungen in der Familie auch draußen bleiben, gilt es, das richtige Spiel für den gemeinsamen Abend zu finden. Deshalb nominiert in jedem Jahr eine unabhängige Jury die besten Spiele, und das schon seit 1979.

Erstmals gab es in diesem Jahr gleich drei Hauptpreise zu vergeben.
Als Spiel des Jahres zeichnete man diesmal eines mit Potenzial zum Klassiker aus. Genannt “Qwirkle”, erinnert es an Scrabble oder Domino und setzt sich aus mehr als 108 bunten Spielsteinen mit unterschiedlichen Symbolen zusammen.  Es geht hier ums Kombinieren und so sollen, um Punkte zu erreichen, Reihen gleicher Farben und Symbole entstehen. Das Familenspiel ist für bis zu sechs Personen und ab einem Alter von vier Jahren als Spielspaß geeignet.

“7 Wonders” darf sich nun an das Kennerspiel des Jahres 2011 nennen, wobei die Spieler zu Bauherren werden und so drei Zeitalter von einem der sieben Weltwunder durchlaufen. Ressourcen antiker Städte entdecken, Handel treiben und die Wissenschaft voranbringen durch Investieren und genaues Planen- dadurch zeichnet sich dieses Strategiespiel aus. Bis zu sieben Spieler ab 10 Jahren können hier wetteifern und kooperieren.

“Da ist der Wurm drin” kürte die Jury zum Kinderspiel des Jahres und schon die Kleinsten können dabei gemeinsam mit drei Freunden dabei zusehen, wie sich die bunten Würmer um die Wette durch den doppelten Spielplan wühlen. Der Zufall entscheidet mit einem bunten Würfel, mit welchem Stück jeder Wurm erweitert werden darf, bis einer von ihnen als erstes aus dem Komposthaufen schauen kann.


Online-Games für Mädchen

Computerspiel © IKO - Fotolia.com

Computerspiel © IKO - Fotolia.com

Heutzutage haben schon viele 10 Jährige einen eigenen Computer oder Laptop. Für Heranwachsende ist es mittlerweile selbstverständlich im Internet zu surfen. Mit Freunden chatten, sich über soziale Netzwerke zu verabreden und auszutauschen gehört genauso dazu, wie das Spielen am Computer. Zum größten Teil sind es dabei die Jungen, die den PC zum Spielen benutzen. Aber auch die Zahl der Mädchen, die den Computer als Spielgerät verwenden, nimmt stetig zu.

Einen großen Anteil daran, hat die zunehmende Anzahl von so genannten “Mädchen-Spielen”, die vornehmlich als Browser-Games online angeboten werden. Ob das Designen von Schuhen oder Kleidung oder eine Kochschule für Mädchen, viele Anbieter locken mit “mädchen-typischen” Spielen: So lassen sich bei manchem Gaming-Anbieter prominente Schauspielerinnen aber auch Piratinnen zu echten Beautyqueens spielerisch umstylen. Ein Markt, der lange Zeit unerkannt blieb und nun um so mehr bearbeitet wird. Dabei stehen zu großen Teil die stereotypischen Vorlieben von Mädchen wie Mode, Styling, Tiere oder Prinzessinnen im Vordergrund.

Dass die Anbieter dabei richtig liegen, macht der große Erfolg solcher Gaming-Portale deutlich. Aber auch hierbei dürfen die möglichen Gefahren des Internets, nicht durch den Spaß beim Spielen hinwegtäuschen. Gerade beim Onlne-Spielen in Netzwerken ist das Thema Sicherheit und Datenschutz enorm wichtig. Daher gibt es bei den meisten Anbietern nicht nur Mindestaltergrenzen für die Anmeldung, sondern auch verstärkte Kontrollen und Sicherheitsmechanismen. Dennoch sind vor allem die Eltern dafür verantwortlich, dass ihre Kinder, den richtigen und sicheren Umgang mit dem Internet und dem Spielen im Internet lernen und umsetzen. Gerade nur an Kinder gerichtete Plattformen und Communities werden oft von Triebtätern genutzt, um sich an Jungen und Mädchen heranzumachen, die in vielen Fällen immer noch zu sorglos mit dem Internet umgehen und sogar Wohnadressen und Telefonnummern an vermeintlich gleichaltrige Online-Freunde herausgeben, obwohl sie sie gar nicht kennen. Um das zu vermeiden müssen Jungen und Mädchen schon von Anfang an und regelmäßig dafür sensibilisiert werden.

Gastautorin Michelle Gloria-Weimann


Neues von der Spielemesse 2011

Brettspiele © Raffalo - Fotolia.com

Brettspiele © Raffalo - Fotolia.com

Auch in Zeiten von Computerspielen und Konsorten gibt es sie noch: Die guten, alten Gesellschaftsspiele mit Karten, Spielfiguren oder Spielbrettern. Ganze 750 neue Spiele wurden auf der vergangenen Essener Messe “Spiel” präsentiert. Dabei sind sogar Spiele, die sich allein spielen lassen, oder solche, bei denen Gemogelt und Gelogen werden muss.

So etwa beim neuen Kartenspiel “Mogel-Motte” von Emely und Lukas Brand: Wer als erstes seine acht Spielkarten loswird, hat gewonnen. Ob die Karte im Ärmel landet oder unauffällig auf den Boden fällt – alles ist erlaubt, was Spaß macht, solange eben die Karten verschwinden. Doch die “Wächter-Wanze” sorgt dafür, dass entdeckte Betrüger eine zusätzliche Strafkarte bekommen. Drei bis fünf Personen ab sieben Jahren können sich beim gegenseitigen Mogeln vergnügen, das Spiel erscheint bei “Drei Magier Spiele” und kostet neun Euro.

Ein kreatives Wortspiel namens “Frigiti” hat Andrea Meyer für “BeWitched” entwickelt. Dabei legt der Startspieler mit Buchstabenwürfeln ein Wort, das eigentlich nicht existiert. Die Mitspieler müssen trotzdem raten, was sich hinter dem komischen Ausdruck verbergen könnte. Anschließend werden die unterschiedlichen Vorstellungen bewertet und Punkte verteilt. Etwa 45 Minuten dauert eine Spielrunde, vier bis sechs Spieler ab 13 Jahren können meta-sprachliche Weisheiten fallen lassen, Kostenpunkt liegt bei 20 Euro.

Dass sich viele Spiele leider erst mit recht vielen Mitspielern spielen lassen, ist ihr Manko: Ganz anders hingegen bei Shadi Torbeys “Onirim”, das für acht Euro bei “Pegasus Spiele” erscheint. Hier kann man auch ganz alleine auf seine Kosten kommen! 110 Karten zaubern den oder die beiden Spieler in eine Fantasiewelt, aus der man möglichst schnell einen Ausgang finden muss. Ansonsten erwischen einen Alptraumwesen – und die Partie ist vorbei. Etwa 15 Minuten dauert eine Runde. Spielt man zu zweit, spielt man gemeinsam: Entweder gewinnen oder verlieren beide Mitspieler.


Risiko – das Strategiespiel

Ein gemütlicher Spieleabend mit Freunden ist doch eine tolle Sache: man verbringt mal wieder etwas Zeit zusammen, kann sich austauschen und hat Freude am Spiel. Von wegen! Denn wer sich für das Strategiespiel “Risiko” entscheidet, der macht sich schnell seine besten Freunde zu Feinden. Es geht darum, Länder zu erobern. Da diese den anderen Mitspielern gehören, gibt es in jeder Runde mindestens einen, der eine Niederlage einstecken muss. Eine wahre Zerreißprobe für die Nerven! Bei “Risiko” kommt es vor allem auf die richtige Taktik an. Allerdings wird der kampf um die einzelnen Länder durch Würfeln ausgetragen – hinzu kommt also noch eine ordentliche Portion Glück. Das hat schon dem besten Strategen das Spiel vermiest.

Risiko, Foto: rionda_flickr

Risiko, Foto: rionda_flickr

Das Grundprinzip und der Aufbau des Spiels sind recht einfach: das Spielbrett stellt eine Weltkarte dar, alle Kontinente sind farblich anders markiert. Jeder Spieler erhält eine gewisse Anzahl Armeen (symbolisiert durch Spielsteine), die er auf die Länder seiner Wahl verteilen kann. So kommt jeder zu einem gewissen “Grundbesitz”. Danach zieht jeder Spieler seinen Spielauftrag. Und damit wird es spannend. Die Aufträge können verschiedener Art sein. Da gibt es “Vernichte alle blauen Armeen”, “Besetze 24 Länder” oder “Besetze Nordamerika und Australien!”. Nun bekommt jeder zu Anfang eines Spielzuges Zusatzarmeen, die er nach Belieben verteilen darf.

Und dann spricht man gegenüber einem Land, das an ein eigenes Land grenzt, eine Kriegserklärung aus. Der herausgeforderte Spieler und man selbst müssen nun gegeneinander würfeln. Es gibt insgesamt bis zu drei Würfel, je nachdem, wieviele Armeen man in dem betroffenen Land stationiert hat. Wer die höhere Augenzahl hat, gewinnt die Runde und besetzt das Land des anderen.


Qwirkle – Das Spiel des Jahres

Qwirkle, Foto: sewpixie_flickr

Qwirkle, Foto: sewpixie_flickr

Wie in jedem Jahr wurde auch diesmal der Titel „Spiel des Jahres – 2011“ verliehen. Dieses Prädikat steht schon seit über 20 Jahren für Spiele, die Spannung und Spaß zugleich versprechen. Kaum eine Auszeichnung ist so unumstritten wie das „Spiel des Jahres“ – die Verkaufszahlen sprechen für sich. So gilt das 1995 prämierte Spiel „Die Siedler von Catan“ bis heute als eines der beliebtesten Gesellschaftsspiele überhaupt. Auch der Vorjahressieger „DiXit“ war und ist ein echter Kassenschlager.

In diesem Jahr zeichnete die Jury nun das Spiel „Qwirkle“ aus. Erfinderin und stolze Preisträgerin ist die US-Amerikanerin Susan McKinley Ross. Das Spiel ist, im Gegensatz zu den Gewinnern der Vorjahre, erfrischend einfach. Das Prinzip leuchtet sofort ein: aus insgesamt 108 quadratischen Spielsteinen müssen Reihen gelegt werden. Die Steine gibt es in 6 Formen und 6 Farben, es gibt also 36 verschiedene Steine. Diese kommen jeweils drei mal vor.

Die Spieler sind der Reihe nach am Zug. Jeder hat zu Beginn 6 Steine auf der Hand. Man legt entweder einen oder mehrere Steine oder kann eine beliebige Anzahl Steine mit den noch vorhandenen tauschen.

Anlegen kann man immer einen Stein derselben Farbe oder derselben Form.

Dabei muss der Stein immer Kontakt zu mindestens einem anderen Stein haben, also direkt anliegen. Hat man seinen Zug beendet, so füllt man die Steine auf seiner Hand wieder auf, bis es 6 sind.

Für jeden Stein, den man anlegt, gibt es Punkte. Wer am Ende die meisten davon gesammelt hat, der gewinnt.

Es können 2 bis 4 Spieler mitmachen. Das Spiel wird ab einem Alter von 6 Jahren empfohlen. Es gewann den Titel „Spiel des Jahres“, weil es als Familien- und Generationsspiel überzeugte. Zudem war die Jury fasziniert von der Ausgewogenheit zwischen Glück und Taktik. Ein Jurymitglied verglich das Spiel mit Domino-Steinen oder dem beliebten Brettspiel-Klassiker Rummycub.


Skat für Anfänger

Skatkarten, Foto: onlyberlin_flickr

Skat ist ein Kartenspiel, welches eine wirklich lange Tradition hat und zu den anspruchsvolleren Kartenspielen gehört. Dabei ist der Spielablauf an sich gar nicht so kompliziert, sondern viel mehr das Reizen was vor jeder Spielrunde durchgeführt wird.

Skat spielt man mit einem normalen Skatspiel welches über 32 Karten verfügt. Dabei gibt es die Farben Karo, Herz, Pik und Kreuz wobei deren Wertigkeit in genauer dieser Reihenfolge steigend ist. So besitzt Karo die Wertigkeit 9, Herz die Wertigkeit 10, Pik die Wertigkeit 11 und Kreuz die Wertigkeit 12. Diese Wertigkeiten spielen vor allem beim Reizen eine Rolle, dort wird nämlich entschieden wer das “Spiel macht”. Es geht dabei darum, dass immer zwei Spieler zusammen gegen einen anderen Spieler spielen. Gewonnen hat dann die Partei welche nach der Runde 61 Punkte oder mehr besitzt. Dabei bezeichnen sich die 7, 8 und 9 als Luschen und haben keinerlei Wertigkeit. Der Bube bringt 2 Punkte, die Dame bringt 3 Punkte und der König 4 Punkte. Hinzu kommt noch das Ass mit 11 Punkten und die 10 mit 10 Punkten.

Jeder Spieler bekommt 10 Karten und hält diese verdeckt für die anderen Mitspieler in seiner Hand. Dann geht es darum wer als alleiniger Spieler spielt und somit versucht Punkte zu sammeln. Die beiden Gegenspieler können dann im Falle eines Sieges keine Punkte bekommen, sondern dem Gegenspieler nur Minuspunkte zuschreiben.

Nun kommt das schwierige am Spiel, nämlich das Reizen. So geht es beim Skat darum eine Farbe als Trumpf zu bestimmen. Dabei wählt man meistens die Farbe aus mit von denen man am meisten hat. Dabei gilt, dass die Buben immer Trumpf sind. Genauso sind die Buben auch das entscheidende beim Reizen, nämlich der Multiplikationswert. Dabei ist auch der Kreuzbube der höchste und der Karobube der niedrigste Bauer. Wenn ich nun den Kreuzbauer habe rechne ich “mit einem (der Kreuzbauer) spielt zwei mal 10″. Die Zehn kommt daher, dass ich in diesem Beispiel gerne Herz spielen möchte. Dabei kommt ein Wert von 20 heraus. Wenn ich nun zum Beispiel die beiden obersten Bauern hätte würde ich rechnen “mit zwei spielt 3 mal 10″ und könnte somit bis 30 reizen.

Dieses Schema lässt sich am besten durch vieles Üben verinnerlichen und ist das A und O des Skatspiels. Wenn man dies beherrscht kann man weiter schauen und sich mit dem Spiel an sich befassen.


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