
Backgammon Spielbrett, Foto: captain morgan_flickr
Allgemein lässt sich das Brettspiel Backgammon wohl am besten als eine Synthese aus Glücks- und Strategiespiel beschrieben. Es zählt schon seit langem zu den ältesten und bekanntesten Brettspielen, die es überhaupt auf der Welt gibt. Schon im Jahre 1920 wies eine Entdeckung eines Spiels eines Archäologen aus Großbritannien darauf hin, wie alt dieses Spiel sein mag. Es gibt sogar Fundstücke von Brettern, die darauf hinweisen, dass die Geschichte des Backgammons bis in die Zeit 1300 vor Christi hineinreichen könnte. Auch über die Zeit nimmt man gemeinhin in der Forschung an, dass sich Regeln und Spielweise über die Zeit bis auf einige wenige Ausnahmen kaum geändert haben. Eine entscheidende Zäsur in dieser Hinsicht beschreibt die Einführung des Verdoppelungswürfels im Jahre 1920. Zweck dieser Neuheit war es nicht nur, die Spannung des Spiels noch einmal deutlich zu erhöhen, sondern auch die Glücksspielanteile des Backgammons noch weiter auszubauen.
Seit dem aller ersten Backgammon Turnier, das im Jahre 1964 auf den Bahamas ausgerichtet wurde, lässt sich von einem regelrechten Backgammon-Hype sprechen. Das Turnier ist seitdem ein fester, traditioneller Bestandteil der Backgammon-Szene und wird jedes Jahr wiederholt.
Backgammon als Spie basiert auf dem Spielbrett, das 24 Dreiecke umfasst, welche im Fachjargon als Zungen bezeichnet werden. Zwischen der sechsten und siebten Zunge befindet sich das so genannte „Home“, in welches die Spieler ihre Steine platzieren. Dabei müssen diese Steine zum Spielende hin aus dem „Home“ heraus gewürfelt werden. Die zweite Grundlage, die Aufstellung der Steine, ist fest reglementiert. Es dürfen nicht mehr als fünf Steine auf einem der Dreiecke gesetzt werden. Mittels des Würfels ist es möglich, auf dem Weg zum Ziel seinen Gegner aus dem Spiel zu werfen, der dann wieder von vorne anfangen muss, was allerdings nur möglich ist, sollte der Stein alleine auf einer Zunge stehen. Ziel des Spiels ist es, die Steine aus dem „Home“ zu würfeln. Wer als erster also alle Spielsteine aus dem Home gewürfelt hat, gewinnt Backgammon. Mittels taktischer Züge und dem Aufbau von Blockaden ist es zudem möglich, den Gegner zu verlangsamen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.
Praktisch ist es außerdem, wenn man das Spiel in einem kleinen Holzkoffer hat, da es dann überall mithin genommen werden kann. Besonders bei einem schönen Spielbrett und hochwertigen Würfeln kann das Spiel einen sehr hohen Spaßfaktor entfalten.

