„Drachen steigen lassen“- das bedeutet in etwa der englische Ausdruck Kiting. Was vor allem bei Kindern und Familien sehr beliebt ist, etablierte sich jedoch auch als gefragte Sportart.

Dazu wird zunächst natürlich ein Drache benötigt, der aus einem Segel und mehreren Stangen besteht. An diesem werden dann Leinen befestigt, damit der Wind ihn in die Höhe tragen kann. Das passiert, indem die Luft gegen das Segel des Drachens gepresst wird, ihm somit Auftrieb verleiht und das Aufsteigen möglich macht.

Kiting, Foto: palmou_flickr

Unter den Drachen gibt es verschiedene Formen, von denen eine beispielsweise der Einleinerdrache ist. Während man diesen nicht lenken kann, können Kampfdrachen dagegen gesteuert werden. Durch eine Leine, kann die Richtung des Drachens dirigiert werden. Bei Anziehen der Leine, fliegt er starr gerade aus und das Lockerlassen bewirkt die seitlichen Bewegungen.

Werden die Drachen stark genug vom Wind gezogen, kann das Kiting auch als Sportart betrieben werden. Beim Power-Kiting wird der Pilot vom Drachen getragen, was meist noch mit einem Fahrzeug oder anderen Hilfsmitteln kombiniert wird. So kann das Ganze auch auf dem Wasser als kite surfing, als kite sailing mit einem Segelboot, auf Rollschuhen als kite skating oder in Gebirgen als kite jumping stattfinden. Das ist jedoch nicht immer ganz ungefährlich. Wird der Wind unterschätzt, kann es schnell geschehen, dass man gegen Felsen prallt oder etwa im Wasser strandet.

Deshalb ist ein gewisses Grundwissen vonnöten, um mit dieser Sportart zu beginnen. So sollte man sich mit den verschiedenen Windstärken, Windrichtungen und -gruppen auseinandersetzen und über eingehend über Lenkdrachen informieren. Ist das Fliegen dann erst einmal erlernt, wächst der Abenteuerdrang. Dafür gibt es verschiedene Trickschulen, die Flugfiguren und Tricks für den Flug vorstellen.