Wer bin ich? Foto: mk.münchen_flickr

Es ist der Klassiker auf jedem Kindergeburtstag und auch in jeder feucht-fröhlichen Partyrunde: „Wer bin ich?“ Das lustige Spiel, bei dem jedem Spieler ein Zettel auf die Stirn geklebt wird, auf dem der Name der Person steht, die er verkörpert. Der Spieler darf dann jeweils eine Frage stellen, die von den anderen mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet wird. Bei „Ja“ darf er weiterraten, bei „Nein“ ist der nächste dran. So nähert man sich Runde um Runde der richtigen Lösung. Dieses beliebte Gesellschaftsspiel gibt es nun auch als Brettspiel. Es ist 2010 im Jumbo-Verlag erschienen und nennt sich „Bin ich… Beethoven?“. Bis auf den Namen des Spiels ist vieles gleichgeblieben: immer noch geht es darum, den richtigen Begriff zu erraten. Jedoch kann dies bei der Brettspiel-Variante nicht nur eine Persönlichkeit, sondern auch ein Gegenstand sein. Was auch neu ist: die Fragezeit wird nun nicht mehr durch die richtige oder falsche Antwort begrenzt, sondern durch einen elektronischen Zeitmesser. Dadurch hat ein Spieler die Möglichkeit, mehrere Wörter pro Runde zu erraten. Außerdem wird in Teams gespielt: nur die Mitglieder des eigenen Teams dürfen die Fragen beantworten. Das Team, das die meisten Antworten errät, gewinnt das Spiel. Natürlich gehört auch technische Raffinesse zu „Bin ich… Beethoven?“: auf den Klebezettel an der Stirn wird verzichtet, dafür bindet man sich nun eine digitale Anzeige um den Kopf. Hypermodern, also.

Bis auf diese wenigen Neuerungen ist das Spiel im Grundgedanken jedoch immer noch das gute, alte „Wer bin ich?“. Man braucht Allgemeinwissen um es zu spielen und eine gute Kommunikationsfähigkeit. Das digitale Stirnband hat zwar seinen Reiz, jedoch verpasst man nichts, wenn man weiterhin Klebezettel benutzt und auf die klassische „Wer bin ich“-Variante zurückgreift.