Qwirkle – Das Spiel des Jahres

Qwirkle, Foto: sewpixie_flickr

Qwirkle, Foto: sewpixie_flickr

Wie in jedem Jahr wurde auch diesmal der Titel „Spiel des Jahres – 2011“ verliehen. Dieses Prädikat steht schon seit über 20 Jahren für Spiele, die Spannung und Spaß zugleich versprechen. Kaum eine Auszeichnung ist so unumstritten wie das „Spiel des Jahres“ – die Verkaufszahlen sprechen für sich. So gilt das 1995 prämierte Spiel „Die Siedler von Catan“ bis heute als eines der beliebtesten Gesellschaftsspiele überhaupt. Auch der Vorjahressieger „DiXit“ war und ist ein echter Kassenschlager.

In diesem Jahr zeichnete die Jury nun das Spiel „Qwirkle“ aus. Erfinderin und stolze Preisträgerin ist die US-Amerikanerin Susan McKinley Ross. Das Spiel ist, im Gegensatz zu den Gewinnern der Vorjahre, erfrischend einfach. Das Prinzip leuchtet sofort ein: aus insgesamt 108 quadratischen Spielsteinen müssen Reihen gelegt werden. Die Steine gibt es in 6 Formen und 6 Farben, es gibt also 36 verschiedene Steine. Diese kommen jeweils drei mal vor.

Die Spieler sind der Reihe nach am Zug. Jeder hat zu Beginn 6 Steine auf der Hand. Man legt entweder einen oder mehrere Steine oder kann eine beliebige Anzahl Steine mit den noch vorhandenen tauschen.

Anlegen kann man immer einen Stein derselben Farbe oder derselben Form.

Dabei muss der Stein immer Kontakt zu mindestens einem anderen Stein haben, also direkt anliegen. Hat man seinen Zug beendet, so füllt man die Steine auf seiner Hand wieder auf, bis es 6 sind.

Für jeden Stein, den man anlegt, gibt es Punkte. Wer am Ende die meisten davon gesammelt hat, der gewinnt.

Es können 2 bis 4 Spieler mitmachen. Das Spiel wird ab einem Alter von 6 Jahren empfohlen. Es gewann den Titel „Spiel des Jahres“, weil es als Familien- und Generationsspiel überzeugte. Zudem war die Jury fasziniert von der Ausgewogenheit zwischen Glück und Taktik. Ein Jurymitglied verglich das Spiel mit Domino-Steinen oder dem beliebten Brettspiel-Klassiker Rummycub.


Skat für Anfänger

Skatkarten, Foto: onlyberlin_flickr

Skat ist ein Kartenspiel, welches eine wirklich lange Tradition hat und zu den anspruchsvolleren Kartenspielen gehört. Dabei ist der Spielablauf an sich gar nicht so kompliziert, sondern viel mehr das Reizen was vor jeder Spielrunde durchgeführt wird.

Skat spielt man mit einem normalen Skatspiel welches über 32 Karten verfügt. Dabei gibt es die Farben Karo, Herz, Pik und Kreuz wobei deren Wertigkeit in genauer dieser Reihenfolge steigend ist. So besitzt Karo die Wertigkeit 9, Herz die Wertigkeit 10, Pik die Wertigkeit 11 und Kreuz die Wertigkeit 12. Diese Wertigkeiten spielen vor allem beim Reizen eine Rolle, dort wird nämlich entschieden wer das “Spiel macht”. Es geht dabei darum, dass immer zwei Spieler zusammen gegen einen anderen Spieler spielen. Gewonnen hat dann die Partei welche nach der Runde 61 Punkte oder mehr besitzt. Dabei bezeichnen sich die 7, 8 und 9 als Luschen und haben keinerlei Wertigkeit. Der Bube bringt 2 Punkte, die Dame bringt 3 Punkte und der König 4 Punkte. Hinzu kommt noch das Ass mit 11 Punkten und die 10 mit 10 Punkten.

Jeder Spieler bekommt 10 Karten und hält diese verdeckt für die anderen Mitspieler in seiner Hand. Dann geht es darum wer als alleiniger Spieler spielt und somit versucht Punkte zu sammeln. Die beiden Gegenspieler können dann im Falle eines Sieges keine Punkte bekommen, sondern dem Gegenspieler nur Minuspunkte zuschreiben.

Nun kommt das schwierige am Spiel, nämlich das Reizen. So geht es beim Skat darum eine Farbe als Trumpf zu bestimmen. Dabei wählt man meistens die Farbe aus mit von denen man am meisten hat. Dabei gilt, dass die Buben immer Trumpf sind. Genauso sind die Buben auch das entscheidende beim Reizen, nämlich der Multiplikationswert. Dabei ist auch der Kreuzbube der höchste und der Karobube der niedrigste Bauer. Wenn ich nun den Kreuzbauer habe rechne ich “mit einem (der Kreuzbauer) spielt zwei mal 10″. Die Zehn kommt daher, dass ich in diesem Beispiel gerne Herz spielen möchte. Dabei kommt ein Wert von 20 heraus. Wenn ich nun zum Beispiel die beiden obersten Bauern hätte würde ich rechnen “mit zwei spielt 3 mal 10″ und könnte somit bis 30 reizen.

Dieses Schema lässt sich am besten durch vieles Üben verinnerlichen und ist das A und O des Skatspiels. Wenn man dies beherrscht kann man weiter schauen und sich mit dem Spiel an sich befassen.


Schach: Das Spiel der Könige

Schach, Foto: herr penaten_flickr

Schach ist eine interessante Sportart und ein beliebtes Spiel bei Groß und Klein. Es gehört zu den kompliziertesten und ältesten Brettspielen und hat somit eine lange Tradition. Im Gegensatz zu Spielen wie Mensch Ärgere Dich nicht, Dame, Mühle oder Halma gibt es nicht nur eine Figurenart die einen bestimmten Zug machen kann, sondern viele verschiedene Figuren die alle eine unterschiedliche Bedeutung haben und sich auch anders auf dem Feld bewegen können. Insgesamt sind es 6 verschiedene Figuren. Außerdem gibt es die Figuren in Schwarz und Weiß, sodass sich zwei Spieler gegenüber sitzen, ähnlich wie bei “Dame“. Es wird auch das gleiche Spielbrett wie bei Dame benutzt, nur dass hier auch wirklich alle Felder bespielt werden können.

Es gibt den Turm, den Springer und den Läufer wobei diese Figuren in jedem Team zweimal vorkommen. Außerdem hat jedes Team auch noch 8 Bauern. Schlussendlich hat jedes Team noch eine Dame und einen König.

Ziel des Spieles ist es den gegnerischen König zu schlagen bzw. “matt zu setzen”. Das besondere ist dabei, dass der König fast die schwächste Figur im Spiel ist und somit von den anderen besonders beschützt werden kann. Im Gegensatz zu den anderen Figuren (Ausnahme Bauern) kann der König nämlich nur auf ein benachbartes Feld gehen, ist also in der Distanz seiner Bewegung nicht sehr flexibel. Da der König selbst immer auf der Hut sein muss nicht geschlagen zu werden, kommt es auch sehr selten vor, dass der König einmal eine Figur schlägt.

Die wohl stärkste Figur im Spiel ist die Dame. Sie steht am Anfang gleich neben dem König. Diese Figur hat die Besonderheit die Spielweise von zwei anderen Figuren in sich zu vereinen. So gibt es den Läufer welche beliebig weit diagonal übers Spielfeld ziehen kann und den Turm welcher beliebig weit gerade übers Spielfeld ziehen kann. Die Dame kann nun beide Gangarten und somit eine Menge der Felder aus einer Position heraus erreichen. Das macht sie zur wertvollsten Figur im Spiel. Nicht umsonst wird oft gesagt, dass das Schlagen der gegnerischen Dame die halbe Miete ist und einem den Weg zum Sieg schon sehr vereinfacht hat.


Der Klassiker der Kartenspiele: Doppelkopf

Doppelkopf, Foto: der-knoe_flickr

Es ist ein Klassiker unter den Kartenspielen: Doppelkopf.Es gibt dazu unzählige unterschiedliche Varianten, so dass auch erfahrene Doppelkopfspieler mit neuen Partnern immer vorher die Regeln absprechen müssen, zum Beispiel ein Spiel ohne die Neuner-Karten, als schnelle Variante. Den offiziellen Verbandsregeln fehlen leider einige interessante Varianten, die in der Punktewertung allerdings etwas anders sind. Die Grundregeln lauten wie folgt:

Das Blatt besteht aus 48 Karten, also ein doppeltes Blatt mit den Karten 9, 10, Bube, Dame, König, As. Von jeder Spielkarte gibt es zwei Exemplare. Nach dem Mischen durch den Kartengeber werden die Karten so verteilt, dass jeder am Ende 12 Karten besitzt.

Jeder legt im Uhrzeigersinn jeweils eine Karte ab und der Spieler mit der höchsten Karte bekommt den Stich. Das Ziel des Spieles ist es mit seinem Partner die meisten Punkte zu machen, der steht im Normalfall noch nicht fest. Aber meistens spielen diejenigen, die die Kreuz Damen besitzen gegen die, die sie nicht besitzen.

Die Karten unterscheiden sich nach “Fehlfarben” und “Trümpfen”, in denen es jeweils eine bestimmte Reihenfolge gibt, so dass eine Rangfolge entsteht. Diese sieht folgendermaßen aus:
Karo 9, Karo König, Karo As Karo Bube, Herz Bube, Pik Bube, Kreuz Bube Karo Dame, Herz Dame, Pik Dame, Kreuz Dame Herz 10. Es empfiehlt sich die erhalten Karten gleich in dieser Reihenfolge zu ordnen.

Der Spieler links nach dem Geber legt eine Karte aus. Die Farbe, entweder Fehl- oder Trumpf, bedeutet für die nachfolgenden Spieler dass die jeweilige gefordert ist. Der Spieler der die Farbe besitzt muss sie also auch „bedienenen”. Wenn einer der nachfolgenden Spieler nicht bedienen kann, kann er entscheiden welche Karte er legen will. Entweder er legt eine andere Fehlfarbe ab oder er sticht mit einem Trumpf.


Drachen und Kites

„Drachen steigen lassen“- das bedeutet in etwa der englische Ausdruck Kiting. Was vor allem bei Kindern und Familien sehr beliebt ist, etablierte sich jedoch auch als gefragte Sportart.

Dazu wird zunächst natürlich ein Drache benötigt, der aus einem Segel und mehreren Stangen besteht. An diesem werden dann Leinen befestigt, damit der Wind ihn in die Höhe tragen kann. Das passiert, indem die Luft gegen das Segel des Drachens gepresst wird, ihm somit Auftrieb verleiht und das Aufsteigen möglich macht.

Kiting, Foto: palmou_flickr

Unter den Drachen gibt es verschiedene Formen, von denen eine beispielsweise der Einleinerdrache ist. Während man diesen nicht lenken kann, können Kampfdrachen dagegen gesteuert werden. Durch eine Leine, kann die Richtung des Drachens dirigiert werden. Bei Anziehen der Leine, fliegt er starr gerade aus und das Lockerlassen bewirkt die seitlichen Bewegungen.

Werden die Drachen stark genug vom Wind gezogen, kann das Kiting auch als Sportart betrieben werden. Beim Power-Kiting wird der Pilot vom Drachen getragen, was meist noch mit einem Fahrzeug oder anderen Hilfsmitteln kombiniert wird. So kann das Ganze auch auf dem Wasser als kite surfing, als kite sailing mit einem Segelboot, auf Rollschuhen als kite skating oder in Gebirgen als kite jumping stattfinden. Das ist jedoch nicht immer ganz ungefährlich. Wird der Wind unterschätzt, kann es schnell geschehen, dass man gegen Felsen prallt oder etwa im Wasser strandet.

Deshalb ist ein gewisses Grundwissen vonnöten, um mit dieser Sportart zu beginnen. So sollte man sich mit den verschiedenen Windstärken, Windrichtungen und -gruppen auseinandersetzen und über eingehend über Lenkdrachen informieren. Ist das Fliegen dann erst einmal erlernt, wächst der Abenteuerdrang. Dafür gibt es verschiedene Trickschulen, die Flugfiguren und Tricks für den Flug vorstellen.


Jetzt auch als Brettspiel: Bin ich…Beethoven?

Wer bin ich? Foto: mk.münchen_flickr

Es ist der Klassiker auf jedem Kindergeburtstag und auch in jeder feucht-fröhlichen Partyrunde: „Wer bin ich?“ Das lustige Spiel, bei dem jedem Spieler ein Zettel auf die Stirn geklebt wird, auf dem der Name der Person steht, die er verkörpert. Der Spieler darf dann jeweils eine Frage stellen, die von den anderen mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet wird. Bei „Ja“ darf er weiterraten, bei „Nein“ ist der nächste dran. So nähert man sich Runde um Runde der richtigen Lösung. Dieses beliebte Gesellschaftsspiel gibt es nun auch als Brettspiel. Es ist 2010 im Jumbo-Verlag erschienen und nennt sich „Bin ich… Beethoven?“. Bis auf den Namen des Spiels ist vieles gleichgeblieben: immer noch geht es darum, den richtigen Begriff zu erraten. Jedoch kann dies bei der Brettspiel-Variante nicht nur eine Persönlichkeit, sondern auch ein Gegenstand sein. Was auch neu ist: die Fragezeit wird nun nicht mehr durch die richtige oder falsche Antwort begrenzt, sondern durch einen elektronischen Zeitmesser. Dadurch hat ein Spieler die Möglichkeit, mehrere Wörter pro Runde zu erraten. Außerdem wird in Teams gespielt: nur die Mitglieder des eigenen Teams dürfen die Fragen beantworten. Das Team, das die meisten Antworten errät, gewinnt das Spiel. Natürlich gehört auch technische Raffinesse zu „Bin ich… Beethoven?“: auf den Klebezettel an der Stirn wird verzichtet, dafür bindet man sich nun eine digitale Anzeige um den Kopf. Hypermodern, also.

Bis auf diese wenigen Neuerungen ist das Spiel im Grundgedanken jedoch immer noch das gute, alte „Wer bin ich?“. Man braucht Allgemeinwissen um es zu spielen und eine gute Kommunikationsfähigkeit. Das digitale Stirnband hat zwar seinen Reiz, jedoch verpasst man nichts, wenn man weiterhin Klebezettel benutzt und auf die klassische „Wer bin ich“-Variante zurückgreift.


Junta von Pegasus Spiele

Spielkarten Junta, Foto: svaisvaisvai_flickr

Ein neues Spiel das etwas für die ganze Familie ist! Junta-Viva el Presidente ist das  Spiel für lange Sommerabende auf den Terrassen. Geeignet ist das Spiel für drei bis fünf Spieler. Kinder sollten mindestens zehn Jahre alt sein, da es schon etwas an Konzentration und Denkvermögen benötigt um das Spiel zu verstehen. Im Spiel selbst geht es darum, dass der Machthaber der Insel Republica de las Bananas lange Reichtümer um sich gescherrt hat und sich vor neidischen Mitbürgern auf seinem Anwesen versteckt hat. Beschützt wurde er von der Miliz. Doch nach und nach hat sich der Machthaber begonnen zu langweilen, weswegen er nun beginnt zu plündern und am liebsten den Präsidenten stürzen würde.

Im Spiel selbst hat jeder Spieler ein eigenes Anwesen. Dieses Anwesen steht so zu sagen für die eigene Basis. Außerdem erhält jeder Milizwürfel, Übersichtskarten und einen Sichtschirm. In der ersten Phase des Spiels ziehen alle Mitspieler Karten, doch der Präsident zieht so viele Karten wie es Mitspieler sind, plus zwei weitere. Wer der Präsident sein darf wurde zu vor ausgewürfelt, der Spieler muss auch die Präsidentenbrille tragen.

Die einzelnen Spielphasen sind so aufgeteilt: Zunächst werden Versprechungen gemacht, sprich der Präsident gibt allen Mitspielern eine Karte, behält den Rest für sich. Diese Versprechungen dürfen von den Mitspielern angesehen aber nicht behalten werden. Dann muss die Miliz Befehle erhalten. Durch die Ausrichtung der Milizwürfel kann man sich entweder selbst verteidigen, oder andere Spieler, und natürlich auch den Präsidenten, angreifen.

Dann wird der Kampf ausgetragen. Je nach Konstellation der Würfel wird klar wer wen angegriffen hat. Wenn alle den Präsidenten in Ruhe gelassen haben und kein Angriff auf ihn statt fand dürfen alle Spieler das einst gemachte Versprechen annehmen. Während der Angriffe müssen Punkte gesammelt werden. Denn Gewinner ist derjenige der am Ende die meisten Siegerpunkte gesammelt hat.


Spiele für das kühle Nass

Wasserspiele, Quelle: Hermano Gris_flickr

Wem bei sommerlichen und heißen Temperaturen am Strand die nörgelnden Kinder nerven, weil sie für sich keine adäquate Beschäftigungsmöglichkeiten sehen, dem können die im Folgenden aufgeführten Ideen für Spiele für die ganze Familie Abhilfe bereiten und den Ausflug an den Stand zu einem rundherum positiven Erlebnis verwandeln, das alle Beteiligten gerne wieder und häufig wiederholen möchten.

Ein ganz einfaches Spiel für die Kleinen und Größeren kann dabei Handtuchball sein. Für dieses Spiel benötigt man lediglich ein großes Handtuch und einen leichten Ball, hier bietet sich beispielsweise die Zweckentfremdung eines Wasserballs an. Nun müssen zwei Mitspieler das Handtuch an den Enden anfassen, während der Ball auf dem Handtuch platziert wird. Mit den Bewegungen des Handtuchs wird nun der Ball geworfen und wieder eingefangen. Er bewegt sich dabei allerdings viel schneller als man denkt!

Eine andere Möglichkeit bietet das Spiel Strandspinne. Dabei fungiert eine Person als Spinne, die anderen Mitspieler als Fliegen. Während die Fliegen um die Spinne herum laufen und springen, wartet dieses nur darauf, eine der vielen Fliegen zu schnappen. Wer sich ins Wasser retten kann, kann nicht mehr gefangen werden, wer allerdings gefangen wurde, ist nun die Strandspinne.

Ein weiteres spannendes Spiel kann Spritzkick sein, wenn man die benötigten Voraussetzungen und Utensilien dafür mitbringt. Dabei wird mit Klebeband auf einem Tisch oder einer Tischtennisplatte Tore markiert und ein Eimer Wasser als Munition für Wasserpistolen bereitgestellt. Ein Joghurtbecher wird nun auf dem Tisch verkehrt herum aufgestellt und Ziel des Spiels ist es mit Hilfe der Wasserpistolen den Becher in das Tor des anderen zu spritzen.

Wer Abkühlung sucht, für den können Spiele mit Wasserbomben wie eine Wasserbombenschlacht genau das Richtige sein oder der so genannte nasse Ballontanz eine Option sein, bei dem ein mit Wasser gefüllter Ballon an einen Fuß gebunden wird, während die Kinder nun paarweise tanzen und versuchen, den Ballon des anderen zu treten. Ist dieser zerstört, so scheidet das Kind aus und der Gewinner bildet mit dem anderen Gewinner ein Paar, solange, bis nur noch ein Sieger am Ende übrig bleibt.


Ein Klassiker: Das schwarze Auge

25 Jahre Das Schwarze Auge, Foto: Erlan_Flickr

Das Schwarze Auge ist ein legendäres Fantasy-Kultspiel sowohl als Pen & Paper, als auch als PC-Spiel. Die Geschichte der Rollenspiele wie Das Schwarze Auge eines ist, begann im Jahr 1974 mit Dungeons and Dragons. Dieses erste Pen & Paper-Rollenspiel kam damals in den USA auf den Markt und bildet den Grundstein für eine ganze Riehe weiterer vergleichbarer Rollenspiele. Doch was sind eigentlich Pen & Paper-Rollenspiele? Die beste Beschreibung ist vielleicht eine Mischung aus Gesellschaftsspiel und Improvisationstheater. Denn die Spieler erschaffen gemeinsam ihre eigene Geschichte Figuren. Das heißt, es handelt sich nicht um eine fixe Geschichte, sondern eine offene, ständig veränderte Handlung. Hinter der Geschichte steht ein ausgewählter Spielleiter – er lässt sich am besten mit einem Regisseur beim Film oder am Theater beschreiben. Er wird auch Meister genannt und ist Schiedsrichter, Mediator, Erzähler und Mitspieler in Personalunion. Wie läuft das Spiel ab? Die einzelnen Spieler skizzieren ihre Figuren zunächst auf dem Papier. Dabei beschreiben sie ihren Charakter, ihre Eigenschaften ihren biographischen Hintergrund und viel weitere Details. Der Spielleiter, oder Meister, erzählt dann die Geschichte und bestimmt die Konsequenzen für die Entscheidungen der Spieler. Das Spiel findet also ausschließlich über den Spielleiter und die Spieler statt. Theoretisch kann sich das ganze Spiel in einer reinen Phantasie-Welt abspielen – oder es wird an eine bereits bestehende angekoppelt, so wie es beim Schwarzen Auge der Fall ist.

Das erste Das Schwarze Auge-Spiel erschein im Jahr 1984 in den USA. Nach einigen Kontroversen aufgrund der teilweise zu harten Brutalitäten, sammelte sich eine stetig wachsende Fangemeinde. Aber nicht vor allem Kinder waren von dem Spiel begeistert, sondern Jugendliche und Erwachsene begannen das Spiel für sich zu entdecken. Der Aufstieg des inzwischen zum Kultspiel avancierten Rollenspiels waren dann keine Grenzen mehr gesetzt. Seit über 25 Jahren ist das Spiel nun in vielen verschiedenen Versionen erfolgreich – seit 2008 auch als PC-Spiel.


Backgammon

Backgammon Spielbrett, Foto: captain morgan_flickr

Allgemein lässt sich das Brettspiel Backgammon wohl am besten als eine Synthese aus Glücks- und Strategiespiel beschrieben. Es zählt schon seit langem zu den ältesten und bekanntesten Brettspielen, die es überhaupt auf der Welt gibt. Schon im Jahre 1920 wies eine Entdeckung eines Spiels eines Archäologen aus Großbritannien darauf hin, wie alt dieses Spiel sein mag. Es gibt sogar Fundstücke von Brettern, die darauf hinweisen, dass die Geschichte des Backgammons bis in die Zeit 1300 vor Christi hineinreichen könnte. Auch über die Zeit nimmt man gemeinhin in der Forschung an, dass sich Regeln und Spielweise über die Zeit bis auf einige wenige Ausnahmen kaum geändert haben. Eine entscheidende Zäsur in dieser Hinsicht beschreibt die Einführung des Verdoppelungswürfels im Jahre 1920. Zweck dieser Neuheit war es nicht nur, die Spannung des Spiels noch einmal deutlich zu erhöhen, sondern auch die Glücksspielanteile des Backgammons noch weiter auszubauen.

Seit dem aller ersten Backgammon Turnier, das im Jahre 1964 auf den Bahamas ausgerichtet wurde, lässt sich von einem regelrechten Backgammon-Hype sprechen. Das Turnier ist seitdem ein fester, traditioneller Bestandteil der Backgammon-Szene und wird jedes Jahr wiederholt.

Backgammon als Spie basiert auf dem Spielbrett, das 24 Dreiecke umfasst, welche im Fachjargon als Zungen bezeichnet werden. Zwischen der sechsten und siebten Zunge befindet sich das so genannte „Home“, in welches die Spieler ihre Steine platzieren. Dabei müssen diese Steine zum Spielende hin aus dem „Home“ heraus gewürfelt werden. Die zweite Grundlage, die Aufstellung der Steine, ist fest reglementiert. Es dürfen nicht mehr als fünf Steine auf einem der Dreiecke gesetzt werden. Mittels des Würfels ist es möglich, auf dem Weg zum Ziel seinen Gegner aus dem Spiel zu werfen, der dann wieder von vorne anfangen muss, was allerdings nur möglich ist, sollte der Stein alleine auf einer Zunge stehen. Ziel des Spiels ist es, die Steine aus dem „Home“ zu würfeln. Wer als erster also alle Spielsteine aus dem Home gewürfelt hat, gewinnt Backgammon. Mittels taktischer Züge und dem Aufbau von Blockaden ist es zudem möglich, den Gegner zu verlangsamen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.

Praktisch ist es außerdem, wenn man das Spiel in einem kleinen Holzkoffer hat, da es dann überall mithin genommen werden kann. Besonders bei einem schönen Spielbrett und hochwertigen Würfeln kann das Spiel einen sehr hohen Spaßfaktor entfalten.


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