
Skatkarten, Foto: onlyberlin_flickr
Skat ist ein Kartenspiel, welches eine wirklich lange Tradition hat und zu den anspruchsvolleren Kartenspielen gehört. Dabei ist der Spielablauf an sich gar nicht so kompliziert, sondern viel mehr das Reizen was vor jeder Spielrunde durchgeführt wird.
Skat spielt man mit einem normalen Skatspiel welches über 32 Karten verfügt. Dabei gibt es die Farben Karo, Herz, Pik und Kreuz wobei deren Wertigkeit in genauer dieser Reihenfolge steigend ist. So besitzt Karo die Wertigkeit 9, Herz die Wertigkeit 10, Pik die Wertigkeit 11 und Kreuz die Wertigkeit 12. Diese Wertigkeiten spielen vor allem beim Reizen eine Rolle, dort wird nämlich entschieden wer das “Spiel macht”. Es geht dabei darum, dass immer zwei Spieler zusammen gegen einen anderen Spieler spielen. Gewonnen hat dann die Partei welche nach der Runde 61 Punkte oder mehr besitzt. Dabei bezeichnen sich die 7, 8 und 9 als Luschen und haben keinerlei Wertigkeit. Der Bube bringt 2 Punkte, die Dame bringt 3 Punkte und der König 4 Punkte. Hinzu kommt noch das Ass mit 11 Punkten und die 10 mit 10 Punkten.
Jeder Spieler bekommt 10 Karten und hält diese verdeckt für die anderen Mitspieler in seiner Hand. Dann geht es darum wer als alleiniger Spieler spielt und somit versucht Punkte zu sammeln. Die beiden Gegenspieler können dann im Falle eines Sieges keine Punkte bekommen, sondern dem Gegenspieler nur Minuspunkte zuschreiben.
Nun kommt das schwierige am Spiel, nämlich das Reizen. So geht es beim Skat darum eine Farbe als Trumpf zu bestimmen. Dabei wählt man meistens die Farbe aus mit von denen man am meisten hat. Dabei gilt, dass die Buben immer Trumpf sind. Genauso sind die Buben auch das entscheidende beim Reizen, nämlich der Multiplikationswert. Dabei ist auch der Kreuzbube der höchste und der Karobube der niedrigste Bauer. Wenn ich nun den Kreuzbauer habe rechne ich “mit einem (der Kreuzbauer) spielt zwei mal 10″. Die Zehn kommt daher, dass ich in diesem Beispiel gerne Herz spielen möchte. Dabei kommt ein Wert von 20 heraus. Wenn ich nun zum Beispiel die beiden obersten Bauern hätte würde ich rechnen “mit zwei spielt 3 mal 10″ und könnte somit bis 30 reizen.
Dieses Schema lässt sich am besten durch vieles Üben verinnerlichen und ist das A und O des Skatspiels. Wenn man dies beherrscht kann man weiter schauen und sich mit dem Spiel an sich befassen.

