Schlagwort: Brettspiel

Deutscher Spielepreis Gewinner 2011-Monsterfalle

© Michael Rogner - Fotolia.com

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Jedes Jahr wird das Brettspiel des Jahres ausgezeichnet. 2011 ist der Sieger in der Kategorie “Bestes Kinderspiel” Monster-Falle von Inka und Markus Brand. Der Deutsche Spiele Preis wird vom Bonner Friedhelm Merz Verlag verliehen.

Die Spieler sind dabei Monster-Jäger, die die Gruselwesen einfangen müssen, die in einer alten Villa spuken. Die Jäger schieben die Monster als Team von ihrem aktuellen Aufenthaltsort durch die Flure der Villa in die Monster-Falle, um sie dingfest zu machen. Allerdings darf man so ein Monster nicht umwerfen, sonst kann es flüchten und der Spieler muss wieder von vorne anfangen. Am Anfang einer Runde muss die Sanduhr umgedreht werden, damit die Spieler danach gleich ihre Startposition und ihr Monster bestimmen können. Danach muss man das Monster mit den Schieber durch die Gänge jagen, um es in die Falle zu treiben. Dabei ist die Zeit so knapp bemessen! Gewonnen hat am Ende, wer die meisten Monster in die Falle gelockt hat. 

Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Monster-Falle ist super. Ab 15 Euro kriegt man das gesamte Paket, das neben dem Spielplan und der Anleitung liebevoll gestaltete Monster und sonstige Spielfiguren enthält. Zwei bis vier Spieler ab sechs Jahren können dann gleichzeitig Monster fangen, ein Spiel dauert so 20 Minuten. Dass das Spiel den Preis abgeräumt hat, ist keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass das Spielematerial von wirklich guter Qualität ist, die Illustrationen kindgerecht und liebevoll sind und die Geschicklichkeit kreativ auf die Probe gestellt wird. Je mehr Spieler beteiligt sind, desto mehr Spaß macht das Spiel. Ausserdem ist auch für Langzeitspaß gesorgt. Übrigens können auch Erwachsene viel Spaß beim Jagen von Monstern haben. Das Spiel eignet sich optimal für Familien mit kleineren Kindern. 


Das Spiel Sagaland damals und heute

© Patrizia Tilly - Fotolia.com

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Spiel des Jahres 1982: Sagaland! Die Jury wusste schon vor 25 Jahren, warum sie Sagaland zum Sieger wählten. Mit mehr als drei Millionen verkaufter Exemplaren, gehört das Spiel zu den Absatzstärksten von Ravensburger und wurde auch dadurch 2007 neu aufgelegt, um ein breiteres sowie jüngeres Publikum anzusprechen.

Sagaland ist ein Laufspiel für 2 bis 6 Spieler, beim dem es vor allem auf taktisches Geschick ankommt. Die Spieler beginnen das Brettspiel von einem Dorf aus am Rande des Märchenwaldes und müssen nach 13 Gegenständen aus Märchen Ausschau halten, die sich unter Bäumen befinden. Findet ein Spieler einen gesuchten Gegenstand muss er zum Schloss des Königs gelangen, eine entsprechende Karte als Belohnung zu bekommen. Hat ein Spieler drei Karten gesammelt, gewinnt er diese Runde und wird zum Thronfolger ernannt. Mit zwei Würfeln wird die jeweilige Zugreichweite ermittelt. Während des Spiels können sich die Spieler gegeneinander das Leben schwer machen und die angestrebte Thronfolge verhindern bzw. verzögern. So kann man einen Spieler durch Hinausschmeißen auf dem Weg zum König abfangen und so ins Dorf zurückzuschicken. Außerdem ist durch Würfeln eines Paschs ein “Wegzaubern” einer Karte möglich, wodurch plötzlich ein neuer Gegenstand zu suchen ist. Ein Mix aus Gedächtnis- und Strategiespiel macht es für Kindern und Erwachsene interessant.

Als das Spiel 1981 auf den Markt kam, war noch nicht abzusehen, wie erfolgreich es einmal werden würde. So wurde es damals nur auf Platz 8 der Bestenliste gehandelt. Dass Sagaland im Jahr darauf dennoch zum Spiel des Jahres 1982 gewählt wurde, war eine große Überraschung. Heute gibt man der Entscheidung der Jury mehr als Recht. Auch aktuell gehört das Spiel zu einer festen Größe bei Ravensburger, die mit Sagaland die neue Reihe “Unsere besten Familienspiele” eröffneten.


Risiko – das Strategiespiel

Ein gemütlicher Spieleabend mit Freunden ist doch eine tolle Sache: man verbringt mal wieder etwas Zeit zusammen, kann sich austauschen und hat Freude am Spiel. Von wegen! Denn wer sich für das Strategiespiel “Risiko” entscheidet, der macht sich schnell seine besten Freunde zu Feinden. Es geht darum, Länder zu erobern. Da diese den anderen Mitspielern gehören, gibt es in jeder Runde mindestens einen, der eine Niederlage einstecken muss. Eine wahre Zerreißprobe für die Nerven! Bei “Risiko” kommt es vor allem auf die richtige Taktik an. Allerdings wird der kampf um die einzelnen Länder durch Würfeln ausgetragen – hinzu kommt also noch eine ordentliche Portion Glück. Das hat schon dem besten Strategen das Spiel vermiest.

Risiko, Foto: rionda_flickr

Risiko, Foto: rionda_flickr

Das Grundprinzip und der Aufbau des Spiels sind recht einfach: das Spielbrett stellt eine Weltkarte dar, alle Kontinente sind farblich anders markiert. Jeder Spieler erhält eine gewisse Anzahl Armeen (symbolisiert durch Spielsteine), die er auf die Länder seiner Wahl verteilen kann. So kommt jeder zu einem gewissen “Grundbesitz”. Danach zieht jeder Spieler seinen Spielauftrag. Und damit wird es spannend. Die Aufträge können verschiedener Art sein. Da gibt es “Vernichte alle blauen Armeen”, “Besetze 24 Länder” oder “Besetze Nordamerika und Australien!”. Nun bekommt jeder zu Anfang eines Spielzuges Zusatzarmeen, die er nach Belieben verteilen darf.

Und dann spricht man gegenüber einem Land, das an ein eigenes Land grenzt, eine Kriegserklärung aus. Der herausgeforderte Spieler und man selbst müssen nun gegeneinander würfeln. Es gibt insgesamt bis zu drei Würfel, je nachdem, wieviele Armeen man in dem betroffenen Land stationiert hat. Wer die höhere Augenzahl hat, gewinnt die Runde und besetzt das Land des anderen.


Der Klassiker Junta

Junta, Quelle: Wmforo.com_Flickr

Nicht viele Brett – oder Kartenspiele schaffen es, über mehrere Jahrzehnte im kollektiven Gedächtnis zu bleiben und auch noch immer gespielt zu werden. Monopoly ist eines davon, Siedler, Uno, und Junta.

Im Jahr 1979 ist das als satirischstes Brettspiel der Welt bekannte Strategiespiel entstanden. Kürzlich hat es eine Neuauflage erlebt und wurde mit neuen Bildern versorgt. Außerdem ist ein Würfelsspielableger dazu gekommen, der beweist dass es keine aufwendige Spielausstattung bedarf, um bis zu sieben Menschen unterhalten zu können. Das Spielprinzip ist auch beim Würfelspiel das gleiche geblieben.

Erfunden haben das Spiel Vincent Tsao, Ben Grossman und Eric Goldberg.1979 ist das Spiel in den USA bei dem kleinen Spieleverlag Creative Wargames Workshop erschienen, im Jahr 1986 ist es erstmalig in Deutschland bei SSS auf den Markt gebracht worden. Im Jahr 1988 wurde versucht, das Spiel indizieren zu lassen, was aber von der Bundesstelle für jugendgefährdete Schriften abgelehnt wurde.

Die Spieler des Brettspieles, was man ab zwei Personen bis zu sieben Personen spielen kann, nehmen die Rolle eines Mitgliedes einer fiktiven Junta auf der ebenfalls fiktiven Bananenrepublik an. Ziel des Sieles ist es, den Präsidenten zu stürzen und möglichst viel Geld auf ein Schweizer Bankkonto in Sicherheit zu bringen.


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