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Qwirkle – Kinderspiel des Jahres

© Christian Schwier - Fotolia.com

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Kürzlich wurde das Kinderspiel des Jahres 2011 gekührt. Entwickelt hat es Carmen Kleinert, veröffentlicht wurde es im Zoch Verlag. Für rund 25 Euro können zwei bis vier Spieler ab vier Jahren jede Menge Spaß haben. Eine Runde “Da ist der Wurm drin” dauert ungefähr 15 Minuten – also auch ein optimales Spiel für Zwischendurch oder für unruhige Kinder.

Bunte Würmer wühlen sich durch den doppelten Spielplan – unterhalb und oberhalb der Erde. Wer als erstes auf der anderen Seite ankommt und seinen Wurmkopf durch den Komposthaufen an die Oberfläche reckt, hat gewonnen –  doch das Vorwärts-Kommen ist verzwickter als gedacht. In der Tat ist bei diesem Spiel der Wurm drin! Denn ein Farbwürfel bestimmt, mit welchem von sechs Teilen man den eigenen Wurm verlängern darf. Handelt es sich um ein langes Stück, ist der Sieg zum Greifen nah. Besonderer Clou dieses ziemlich traditionellen Spiels: Auf dem Weg zum Komposthaufen recken alle Würmer bereits zweimal ihre Köpfe aus der Erde. Vor Spielbeginn muss gewettet werden, wer das als erstes schafft. Jeder Spieler, der mit seiner Vermutung richtig lag, darf dann seinen Wurm mit Gänseblümchen und Erdbeeren füttern. So gestärkt kommt der eigene Wurm natürlich umso schneller vorwärts.

Besonders dieser letzte Punkt hat es der Jury angetan: Denn es handelt sich nicht nur um ein klassisches Glücks-Würfel-Spiel wie “Mensch ärgere dich nicht” und Konsorten. Durch die Wettkarten lassen sich Strategien erproben und Taktiken ausprobieren. Und: Der Wettkampf wird entschärft, wenn man vor Spielbeginn vermutet, dass vielleicht gar nicht der eigene Wurm beim ersten Zwischenstopp die Nase vorn hat. So lernen Kinder, die Fähigkeiten von anderen zu schätzen, anstatt sich für eigene Schwächen zu schämen.


Gute Brettspiele – Eine Auswahl

© Patrizia Tilly - Fotolia.com

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Hier eine kleine Übersicht an neu erschienen Brettspielen. Ob Spielfreak oder Otto-Normal-Verbraucher, ob Stratege, Kriminalist oder Comedian – hier ist für jeden das Richtige dabei!

Bei “7 Wonders” im Verlag Repos wird in 30 Minuten eine antike Welt voller Monumente errichtet. Für 40 Euro können drei bis sieben Spieler ab zehn Jahren ihr Bestes geben, denn die Auswahl der richtigen Karte fällt alles andere als leicht: Es gibt Rohstoffe, Luxusgüter und Handelsgebäude, die zum Bau größerer Bauwerke benötigt werden. Militärkarten sorgen für kleine Gefeche und auch Religion, Wissenschaft und Kapitalismus kommen zum Zuge. Ein Spiel, das so kompliziert sein kann, wie man mag.

Wer es etwas hektischer mag, sollte eine Runde “Uluru” spielen. Erschienen im Kosmos Verlag für gut 30 Euro, stehen bei diesem Brettspiel acht Vögel im Mittelpunkt. Diese haben alle besondere Wünsche, was ihre Position angeht: Der gelbe möchte nicht neben dem blauen sitzen, der blaue will ganz links hocken und der rote in der Mitte, aber nicht neben gelb. Unter dem Zeitdruck einer Sanduhr und einer halben Stunde müssen die Vögel richtig angeordnet werden. Auch hier gilt wieder: Wer es kompliziert mag, wählt besonders schwere Positionen, wer hingegen einfach etwas spielen will, sollte mit den einfachsten Karten beginnen.

Optisch ansprechend und ein richtiger Glücksgriff für den Nachwuchs ab vier Jahren ist “Da ist der Wurm drin” im Zoch Verlag. Bis zu vier Spieler können hier einen Wurm durch den Spielplan führen, der aus zwei Ebenen besteht. Der Clou: Durch die Ebenen kann nicht immer gesehen, wer vorn liegt. Wer das Rennen macht, zeigt sich also erst ganz am Ende. Für 25 Euro gibt es den hübschen, etwa 15-minütigen Spielspaß.


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