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Bunte Würmer wühlen sich durch den doppelten Spielplan – unterhalb und oberhalb der Erde. Wer als erstes auf der anderen Seite ankommt und seinen Wurmkopf durch den Komposthaufen an die Oberfläche reckt, hat gewonnen – doch das Vorwärts-Kommen ist verzwickter als gedacht. In der Tat ist bei diesem Spiel der Wurm drin! Denn ein Farbwürfel bestimmt, mit welchem von sechs Teilen man den eigenen Wurm verlängern darf. Handelt es sich um ein langes Stück, ist der Sieg zum Greifen nah. Besonderer Clou dieses ziemlich traditionellen Spiels: Auf dem Weg zum Komposthaufen recken alle Würmer bereits zweimal ihre Köpfe aus der Erde. Vor Spielbeginn muss gewettet werden, wer das als erstes schafft. Jeder Spieler, der mit seiner Vermutung richtig lag, darf dann seinen Wurm mit Gänseblümchen und Erdbeeren füttern. So gestärkt kommt der eigene Wurm natürlich umso schneller vorwärts.
Besonders dieser letzte Punkt hat es der Jury angetan: Denn es handelt sich nicht nur um ein klassisches Glücks-Würfel-Spiel wie “Mensch ärgere dich nicht” und Konsorten. Durch die Wettkarten lassen sich Strategien erproben und Taktiken ausprobieren. Und: Der Wettkampf wird entschärft, wenn man vor Spielbeginn vermutet, dass vielleicht gar nicht der eigene Wurm beim ersten Zwischenstopp die Nase vorn hat. So lernen Kinder, die Fähigkeiten von anderen zu schätzen, anstatt sich für eigene Schwächen zu schämen.


